Das Projekt

Mit dem Radschnellweg RS2 soll im Rahmen der Regionale 2016 zwischen Isselburg an der niederländischen Grenze über Bocholt, Rhede, Borken, Velen und Gescher bis nach Coesfeld im Herzen des westlichen Münsterlandes die optimale Infrastruktur für schnellen Radverkehr entstehen: ein großzügiger und komfortabler Radweg mit getrennten Fahrspuren für beide Richtungen soll die Orte an der Strecke weitgehend kreuzungsfrei miteinander verbinden.

                                                                                                                                                                    Das Münsterland ist die Fahrradregion in Nordrhein-Westfalen. Viele Menschen nutzen hier das Rad für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und besonders auch in der Freizeit. Die schöne und weitgehend ebene Landschaft lädt dazu ein. Während bisher die Reichweite des normalen Fahrradnutzers im Alltagsverkehr recht beschränkt war, eröffnen sich heute durch E-Bikes ganz neue Möglichkeiten: Mit der Unterstützung durch den Elektromotor wird das Fahrrad auch für weniger sportliche Menschen und auf längeren Strecken zu einer echten Alternative zum Auto.

Beim Absatz von E-Bikes gibt es aktuell einen regelrechten Boom. Allein 2013 wurden in Deutschland rund 410.000 Stück davon verkauft. Immer mehr Menschen sind also mit dem Fahrrad schnell mobil. Um die Möglichkeiten der E-Mobilität ausnutzen zu können, ist aber in der Regel die Infrastruktur heute nicht optimal: Die Fahrradwege sind zwar gut ausgebaut, für das Überholen und bei Gegenverkehr reicht bei hohen Geschwindigkeiten die Breite der Wege vielfach nicht aus. Außerdem werden die schnellen Radfahrer durch viele Kreuzungen immer wieder ausgebremst.

Der neue Radschnellweg RS2/Regio.Velo macht es möglich, die Geschwindigkeiten von E-Bikes auf längeren Strecken wirklich auszureizen – Autobahnen für das Fahrrad! Die Niederlande machen es vor: Hier gehören sehr gut ausgebaute Radschnellwege mittlerweile zum Standard der Verkehrsinfrastruktur und bringen schon seit Jahren immer mehr Menschen auf das Zweirad.

Qualitätskriterien für Radschnellwege wurden auf Landesebene bereits festgelegt. Demnach soll die rund 60 Kilometer lange Trasse so dimensioniert werden, dass man bequem nebeneinander fahren und auch überholen kann. Dazu ist eine Breite von 4–5 Metern erforderlich. Angedacht sind außerdem Rastplätze sowie kleinere Anlagen zum Wetterschutz, die das Radfahren über längere Strecken und bei jeder Wetterlage  erleichtern. Radschnellwege sind nur dann von Vorteil, wenn sie weitestgehend vorfahrtberechtigt geführt werden. An Straßenkreuzungen sollen die Radfahrer also freie Fahrt erhalten. Mit dieser fahrradfreundlichen Ausgestaltung soll die „Expresstrasse“ eine attraktive Alternative für motorisierte Berufspendler darstellen.

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