Unterstützerkreis will Radschnellweg ins Rollen bringen

Was in den Niederlanden schon alltäglich ist, kommt jetzt auch im Münsterland ins Rollen: Mit dem Radschnellweg Regio.Velo sollen im Rahmen der Regionale 2016 die Städte Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken, Velen, Gescher und Coesfeld mit einer komfortablen und sicheren Fahrradverbindung näher zusammenrücken. Die Strecke soll für die schnellen E-Bikes und Pedelecs optimiert sein und das Fahrrad für die Alltagsmobilität attraktiver machen. Über den aktuellen Planungsstand informierten sich Ende Juni 2014 rund 25 Interessierte aus der regionalen Wirtschaft, Verbänden und Vereinen in der Rose Biketown in Bocholt.

Thorsten Heckrath-Rose von der Rose Versand GmbH sagte „Ich unterstütze die Regionale 2016, weil Radfahren eine immer größere Rolle in der Nahmobilität spielt und bereits heute auf Kurzstrecken dem Auto in vielen Belangen überlegen ist. Das Projekt zeigt einen möglichen Lösungsansatz, wie der Radverkehr der Zukunft bei uns aussehen kann und wie man noch mehr Menschen dazu bewegen kann, die Vorteile des Radfahrens zu nutzen.“ Ludger Tempelmann vom Biketreff Velen e.V. verwies auf die positiven Erfahrungen jenseits der Grenze: "Wer schon einmal auf einer Radautobahn in den Niederlanden gefahren ist, kann nicht verstehen warum es so etwas bei uns noch nicht gibt. Fahren ohne lästiges Anhalten an Kreuzungen und Ampeln ist hier auch mit dem Rad möglich. So macht Radfahren Spaß!"

Im Verfahren der Regionale 2016 hat das Projekt bereits die zweithöchste Stufe "B" erreicht. Parallel war das Teilstück von Isselburg bis Velen im Herbst des vergangenen Jahres im "Landeswettbewerb Radschnellwege" erfolgreich. Dafür bekommt das Projekt Regio.Velo nun eine Landesförderung in Höhe von 80% der Kosten für eine vertiefende Machbarkeitsstudie, in der es insbesondere um den konkreten Verlauf und die Kosten der Trasse geht, die sich grob am Verlauf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Isselburg und Coesfeld orientiert. Außerdem steht eine Landesförderung bei einer späteren Realisierung in Aussicht.

Die Teilnehmer zeigten sich angetan vom Projekt und den Chancen für eine neue Mobilität in der Region. Prof. Dr. Gerhard Juen, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft und Informationstechnik der Westfälischen Hochschule Bocholt sagte "In Zukunft müssen wir die individuelle Mobilität in der Region neu erfinden. Regio.Velo ist ein Beitrag hierzu." Insbesondere die Beschleunigung der Verbindungen zwischen den Städten, aber auch Aspekte wie betriebliche Mobilität wurden intensiv diskutiert. Die Teilnehmer sicherten zu, die weitere Projektentwicklung positiv zu begleiten.

Ich unterstütze Regio.Velo, ...

... weil unsere Region dadurch an Attraktivität gewinnt.
Dr. Heiner Kleinschneider, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH

... weil Radfahren eine immer größere Rolle in der Nahmobilität spielt und bereits heute auf Kurzstrecken dem Auto in vielen Belangen überlegen ist. Das Projekt zeigt einen möglichen Lösungsansatz, wie der Radverkehr der Zukunft bei uns aussehen kann und wie man noch mehr Menschen dazu bewegen kann, die Vorteile des Radfahrens zu nutzen.
Thorsten Heckrath-Rose, Rose-Versand GmbH

... weil der Radschnellweg eine sinnvolle Ergänzung des Individual-Verkehrs ist, Radfahren gesund ist und Spass macht!
Dieter Meier, Sparkasse Westmünsterland

... weil es keine bessere Möglichkeit gibt, Beruf und sportliche Aktivität an der frischen Luft (und auch davon haben wir im Münsterland ja reichlich) miteinander zu vereinbaren. Sitzt man nach einem anspruchsvollen Arbeitstag erst einmal auf dem heimischen Sofa, wird es schwer seinen eigenen Schweinehund wieder zu überwinden. Vor Jahren hat die BARMER die Aktion "Deutschland bewegt sich" ins Leben gerufen. Auch hierbei machen wir Angebote, wie man Bewegung und gesunde Ernährung (Hauptvermeider von Herzkreislauferkrankungen) in seinen Alltag einbauen kann. Bei der betrieblichen Gesundheitsförderung wollen wir diese Themen dort platzieren, wo die Menschen sind, nämlich an den Arbeitsplätzen.
Hans-Georg Möllmann, Barmer

... weil der Radschnellweg eine Investition in die Zukunft ist.
Bernhard Verdirk, ADFC Ortsgruppe Bocholt

… weil das Fahrrad als das nachhaltigste Verkehrsmittel schlechthin gilt und zu den effizientesten Fortbewegungsmitteln im Alltag gehört. Es bietet nicht nur eine hohe Flexibilität, sondern auch Schnelligkeit auf Alltagswegen, Bewegung an der frischen Luft und Freiheit in vielerlei Hinsicht. In Verbindung mit E-Bikes wird der Radschnellweg sicher neue Reichweiten und Räume für den Radverkehr erschließen.
Thomas Blanke, VR-Bank Westmünsterland eG

… weil wir die individuelle Mobilität in der Region in Zukunft neu erfinden müssen. Regio.Velo ist ein Beitrag hierzu.
Prof. Dr. Gerhard Juen, Westfälische Hochschule

Vor dem Austausch stand eine Führung durch die Rose Biketown auf dem Programm. (Foto: André Dünnebacke, Regionale 2016 Agentur)

Förderung

Die vertiefende Machbarkeitsstudie REGIO.VELO wird aus Mitteln des Förderprogramms "Nahmobilität" des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

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